Konzert: Venedig, Neapel, Rom…

Frank Oberschelp
Frank Oberschelp
Armin Lohbeck
Armin Lohbeck
Georg Gusia
Georg Gusia

Am nächsten Samstag, den 13.12.14 um 20.30 Uhr findet in der St. Jodokuskirche Bielefeld eine Adventsmusik mit Kerzenschein statt. Frank Oberschelp, Blockflöte, Armin Lohbeck, Barockcello und Georg Gusia, Cembalo, sind die Musiker, die an diesem Abend mit einem stimmungsvollen Programm hochbarocker italienischer Musik aufwarten. Das Programm präsentiert Werke berühmter italienischer Komponisten des 18.Jahrhunderts: Antonio Vivaldi, Francesco Geminiani, Francesco Mancini und Arcangelo Corelli.

Eröffnet wird das Konzert jedoch mit der „Cantata B-Dur“ des deutschen Komponisten Johann Adolph Hasse, der nach Neapel gereist war, um dort Komposition zu studieren. Giovanni Adolfo Hasse, so nannte er sich in Italien, hinterließ dieses Werk in Neapel 1725 in einer heute vergessenen Handschrift.

Francesco Mancini, ebenfalls aus Neapel stammend ist mit einer großangelegten Blockflötensonate vertreten. In „The Art of playing the Violin“ von Francesco Geminiani, der aus Italien nach Schottland immigrierte, findet sich ein Variationswerk, bei dem ein einfaches Lied mit überbordenden italienischen Verzierungen versehen ist. Der Venezianer Antonio Vivaldi ist in dem Programm mit einer virtuosen Sonate für Cello und Basso continuo vertreten.

Als Abschluß wird Arcangelo Corellis „La Follia“- Sonate zu hören sein, die als krönender Abschluß seines op.5 Sonatenzyklus schon im 18. Jahrhundert Kultstatus innehatte.

weitere Infos unter: http://www.jodokus.de/

Frank Oberschelp- Blockflöte Frank Oberschelp wurde in Münster, Westfalen geboren. Nachdem er 1987 den ersten Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ gewann, studierte er seit 1989 Blockflöte bei Heiko ter Schegget, Baldrick Deerenberg und Marion Verbruggen am Conservatorium Utrecht. Frank Oberschelp legte dort 1994 das Docerend- Musicusexamen und 1995 das Konzertexamen mit Auszeichnung ab. 1998 gewann er den Solowettbewerb des „Internationalen Blockflötensymposion Calw“. Frank Oberschelp konzertierte mit verschiedenen Ensembles und Orchestern in Deutschland und Europa. Sein Repertoire als Blockflötist umfasst Werke vom Mittelalter bis zur Moderne, sowie Irish Folk- und Jazzmusik. Mehrere CD-Produktionen dokumentieren sein künstlerisches Schaffen: u.a. 2007 „Bittersweet“, 2008 „Flauto senza Basso“, 2009 „Händel & Friends“ und 2012 „Travels“. Seit 1999 leitet Frank Oberschelp den Fachbereich Blockflöte an der Musik- und Kunstschule der Stadt Bielefeld. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt im Bereich Blockflötensemblemusik. So leitet er seit vielen Jahren das „Markus-Consort Bielefeld“ und ist gleichzeitig sehr aktiv in projektbezogener Ensemble- und Coachingarbeit (u.a. Wildholz-projekt, en BLOCK). Frank Oberschelp ist ein gefragter Referent für Ensemble-Workshops, u.a. beim Internationalen Arbeitskreis für Musik e.V. (IAM), dem Recorder Summit Schwelm und dem Blockflötenshop.de, Fulda.

Armin Lohbeck- Barockcello Der Cellist Armin Lohbeck wurde 1967 in Lemgo geboren. Er studierte an der Hochschule für Musik in Detmold bei Irene Güdel. Nach seiner künstlerischen Reifeprüfung ging er für sechs Jahre nach Japan, wo er zunächst als Mitglied des Japan Philharmonic Symphony Orchestra und anschließend in verschiedenen Barockensembles tätig war. Studien im Bereich der historischen Aufführungspraxis führten ihn zu Gerhart Darmstadt sowie an die Hochschule für Musik Köln, an der er bei Rainer Zipperling ein Zweitstudium für Barockcello und Gambe absolvierte. Durch Kurse erhielt er auch Unterricht bei Anner Bylsma. Von 1993 bis 2000 spielte Armin Lohbeck bei den Deutschen Bachsolisten und bei Musica Antiqua Köln ab 2005 bis zu deren Auflösung. Heute ist er als freischaffender Cellist in vielen renommierten Ensembles tätig.

Georg Gusia- Cembalo

Georg Gusia (geb. 1959) studierte katholische Kirchenmusik an der Folkwang-Hochschule Essen bei Prof. Gisbert Schneider (1987 A-Examen, 1991 Konzert-Examen). Weitere Kurse in vielen relevanten Bereichen der Orgelmusik, der Gregorianik und der Alten Musik folgten.

Seit 1989 ist er Kirchenmusiker an der katholischen Zentralpfarrei St. Jodokus in Bielefeld. Neben vielfältiger Organistentätigkeit sieht er einen weiteren Schwerpunkt seines musikalischen Wirkens in einer reichhaltigen Beschäftigung mit alter und neuer Chormusik. Bedeutend waren die großen Konzertreihen im Jahr 2000 mit dem Werk Johann Sebastian Bachs und im Jahr 2004 mit Konzerten zum weltlichen und gesamten geistlichen Schaffen Claudio Monteverdis.

Im Laufe der Beschäftigung mit der Musik von Claudio Monteverdi editierte er eine praktische Notenausgabe des geistlichen Werkes und eine Ausgabe des „L’Orfeo“.

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